Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie - Sektion Nephrologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Überweisungen, nephrologische Notfälle und Verlegungen

Bei uns können jederzeit Patienten mit jeder denkbaren Form von Nierenerkrankungen eingewiesen werden. Notfälle werden sofort angenommen, auch wenn zum Zeitpunkt noch kein Bett zur Verfügung stehen sollte. Ein Notfall wird als solcher deklariert, wenn der Einweisende im Telefonat mit unseren Nephrologen den Notfall plausibel macht.

Typische nephrologische Notfälle

In der Regel werden hier sehr schnell pragmatische Lösungen gefunden. Müssen Patienten intensivmedizinisch betreut werden, bei denen ein nephrologisches Problem im Vordergrund steht, so gewährleisten wir eine tägliche Visite dieser Patienten auf der Intensivstation. Alle intensivmedizinischen Entscheidungen treffen wir im Konsens mit unseren Intensivmedizinern.

Unsere besondere Spezialisierung liegt in der Therapie von pulmorenalen Syndromen mit Hochdosis-Steroid-Pulstherapie, Cyclophosphamid-Stoßtherapie, unselektiver Plasmapherese, Immunadsorbtion, i.v Ig-Therapie. Über unsere Intensivmediziner stehen uns außerdem die Hochfrequenz-Oszillations-Beatmung und die extrakorporale CO2-Elimination für Extremfälle zur Verfügung. Innerhalb von zwei Stunden kann über unser Zentrallabor z.B. eine ANCA-Diagnostik mit Subtypisierung im Notfall zuverlässig erfolgen.

Im Jahr 2009 haben wir in den ersten 10 Monaten schon 6 pulmorenale Syndrome behandelt, die zunächst auswärts als Pneumonien diagnostiziert wurden, aber letzten Endes ANCA-Vaskulitiden mit Nierenbeteiligung waren. Hier war keine einziges Antibiotikum erfolgreich, sondern die Patienten wurden bereits beatmet notfallmäßig zu uns verlegt. Daher - wenn Sie therapieresistente Pneumonie mit, aber auch ohne Nierenversagen sehen, denken Sie bitte frühzeitig an diese Krankheitsgruppe! Bei nicht zeitgerechter Therapieeinleitung geht diese schwere Komplikation tödlich aus!

Beispiele für nephrologische Notfälle

  • pulmorenales Syndrom (Morbus Wegener, Systemischer Lupus Erythematodes, ANCA-Vaskulitiden, Churg-Strauss-Syndrom und weitere ...)
  • jede Form von nephritischem Sediment (nachweisbare Erythrozyten im Urin bzw. Erythrozytenzylinder, Akanthozyten)
  • Hyperkaliämien (meist Dialysepatienten und Patienten kurz vor einer terminalen Niereninsuffizienz)
  • renal bedingtes Lungenödem, hypertensives Lungenödem
  • schwere Störungen des Säure-Basen-Haushalts

Elektive Einweisungen

Selbstverständlich können Patienten elektiv eingewiesen werden. Desweiteren bieten wir eine komplette stationäre Evaluierung von Lebendspendern bzw. Transplantationskandidaten an (Dauer: bis zu 7 Tage), nach der die Aufnahme auf die Transplantationsliste vorgesehen ist.

Unsere ärztlichen Ansprechpartner sind hier zu erreichen.

 
Letzte Änderung: 15.04.2015, 17:14 Uhr
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